Was ist ein Balkonkraftwerk – und was hat sich rechtlich getan?
Ein Balkonkraftwerk ist eine steckerfertige Photovoltaikanlage, die du direkt an eine Haushaltssteckdose anschließt. Der selbst erzeugte Strom fließt ins Hausnetz, der Netzbezug sinkt – und damit auch deine Stromrechnung. Über 1,34 Gigawatt sind Anfang 2026 in Deutschland installiert. Der Markt wächst, die Technik ist ausgereift.
Für Wohnungseigentümer gab es lange Unsicherheiten: Brauche ich eine Genehmigung? Was gilt für die WEG? Seit der WEG-Reform haben Eigentümer das Recht, die Installation zu verlangen. Vermieter dürfen sie nicht pauschal ablehnen.
Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein?
Laut aktueller Rechtslage sind 960 Wp Modulleistung und 800 W Wechselrichterausgangsleistung der Rahmen für normkonforme Stecker-PV-Anlagen. Das EEG und die DIN VDE V 0126-95 geben diesen Rahmen gemeinsam vor. Hersteller bieten inzwischen Module mit bis zu 2.000 Wp an – der Wechselrichter drosselt dabei auf 800 W. Das verbessert die Ausrichtungs-Flexibilität, erfordert aber einen Wieland-Stecker statt Schuko.
