Baugenehmigung für Solaranlage: Was Sie über die Genehmigung wissen müssen

Solaranlagen erfreuen sich in Deutschland dank stetig sinkender Anschaffungskosten einer hohen Beliebtheit. Sie geben Hausbesitzern eine praktische und nachhaltige Möglichkeit, zuverlässig eigenen Strom erzeugen zu können. Hohe Stromkosten lassen sich auf diese Weise effizient reduzieren, zudem sind sie ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Bei der Baugenehmigung für eine Solaranlage gibt es jedoch ein paar Punkte zu beachten.

Mit der richtigen Vorbereitung und einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite gelingt Ihnen die Installation und Inbetriebnahme dennoch in kürzester Zeit. Wir erklären Ihnen, was Sie bei einer Photovoltaik-Baugenehmigung im Auge behalten müssen.

Benötigt man eine Baugenehmigung für Solaranlagen?

Grundsätzlich benötigen Sie als Hausbesitzer keine Baugenehmigung, um eine haushaltsübliche Solaranlage auf dem Dach installieren zu können. Die Regierung möchte schließlich den Ausbau von erneuerbaren Energien effizient vorantreiben, ein aufwändiges Verfahren würde dem entgegenstehen.

Es kann jedoch immer wieder Abweichung geben, die es zu beachten gilt:

  • Das betroffene Haus oder Gebäude steht unter Denkmalschutz
  • Die Solaranlage erstreckt sich über das Dach eines Mehrfamilienhauses
  • Solaranlagen könnten das geschützte Stadtbild oder den Dorfkern verändern
  • Modelle an der Fassade könnten über die Gebäudehülle hinausragen
  • Große Solarmodule werden auf Freiflächen statt auf dem Dach montiert

Zusätzlich kann es noch weitere örtliche Bestimmungen geben, die eine Baugenehmigung für die Solaranlage erfordern. Insbesondere bei Solarmodulen auf Freiflächen gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen – oft sind solche Anlagen ab 3 Metern Höhe und 9 Metern Länge genehmigungspflichtig.

Deswegen ist es immer ratsam, sich zuvor von einem Experten beraten zu lassen, damit eine mögliche Genehmigungspflicht bereits bei Projektbeginn berücksichtigt wird.

Baugenehmigung für Photovoltaik: Gesetze und Vorschriften

Da jedes Bundesland mitunter andere Bestimmungen hat, sind pauschale Aussagen zu Gesetzen und Vorschriften kaum möglich. So sind beispielsweise in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen grundsätzlich alle Photovoltaik-Freiflächenanlagen genehmigungspflichtig, während andere Bundesländer erst ab einer bestimmten Höhe und Fläche eine Genehmigung erfordern.

Wer sich unsicher ist und vorab eine klare Entscheidung benötigt, kann bei den Behörden eine Bauanzeige stellen. Daraufhin muss die Behörde die Situation selbst bewerten und anweisen, ob eine Solaranlage-Baugenehmigung notwendig ist oder nicht. In jedem Fall kann eine zusätzliche Beratung durch einen örtlich ansässigen Dienstleister empfehlenswert sein, der sich mit den Prozessen auskennt.

Sollte letztlich eine Baugenehmigung für Photovoltaik erforderlich sein, fallen zusätzliche Kosten für den Genehmigungsprozess an. Diese können je nach Bundesland und Bausituation circa 1.000 Euro betragen, Abweichungen in beide Richtungen sind jedoch nicht unüblich.

Das müssen Sie bei der Inbetriebnahme einer
Photovoltaikanlage zusätzlich beachten

Doch eine Baugenehmigung für die eigene Solaranlage ist oft nur der erste Schritt (sofern nötig). Viel wichtiger können hingegen die weiteren Vorschriften sein, die bei jedem Bauprojekt gelten und bei einer fachgerechten Installation unbedingt zu befolgen sind.

Denkmalschutz nicht immer ein Ausschlussgrund

Selbst im Falle eines Denkmalschutzes können Sie unter Umständen eine Solaranlage installieren. So gibt es mittlerweile moderne Technologien, die Solarmodule unter die Dachhaut integrieren. Oder die Dachseite mit der Solaranlage ist nicht dem Publikumsverkehr zugewandt und hat damit kaum einen Einfluss auf das Stadtbild. Es ist also immer im Einzelfall zu bewerten, ob eine Installation infrage kommt oder nicht.

Bebauungsplan des Ortes respektieren

Viele Gemeinden haben einen Bebauungsplan, der einen gewissen Baustil vorschreibt, um ein einheitliches Gesamtbild zu gewährleisten. Das kann die Farbe des Hausdaches oder die maximale Bauhöhe betreffen, und unter Umständen auch eine adäquate Montage der Solaranlage. Hausbesitzer im betroffenen Geltungsbereich sollten vorab alle Gestaltungsgrundsätze kennen und diese respektieren.

Statik des Hauses berücksichtigen

Eine fachgerechte Installation muss zuvor von einem Experten mit Hinblick auf die Statik geprüft werden. Eine moderne Solaranlage wiegt häufig 30 kg pro Quadratmeter und kann demnach eine große Zusatzbelastung für das Hausdach sein. Auf Flachdächern kommt oftmals noch eine schwere Aufständerung hinzu. Insbesondere ältere Häuser sind dabei in manchen Fällen schlichtweg ungeeignet, um die zusätzliche Last zu tragen.

Beim Versorger anmelden

Eine Solaranlage kann am Tag viel Überschuss erzeugen, der ohne Einspeisung einfach verpuffen würde. Genau hier erlaubt der deutsche Staat jedem Hausbesitzer, den zu viel gewonnenen Strom gewinnbringend an den Netzbetreiber abzugeben. Dafür ist eine Anmeldung der Solaranlage notwendig, damit der Versorger alle Voraussetzungen frühzeitig schaffen kann.

Gegebenenfalls mit den Nachbarn sprechen

Als Letztes kann es ausgesprochen sinnvoll sein, je nach Fall vorab mit den Nachbarn zu sprechen. Das ist immer dann wichtig, wenn diese möglicherweise durch die Solarmodule auf dem Dach geblendet werden. Auf üblichen Hausdächern mit leichter Neigung ist das oft kein Problem. Wenn die Nachbarn aber in einem mehrstöckigen Haus nebenan wohnen, können bei ungünstiger Einstrahlung durchaus Probleme entstehen.

Welche Vorteile bieten genehmigungsfreie Solaranlagen?

Eine moderne Solaranlage bietet Hausbesitzern viele praktische Vorteile. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile 2,2 Millionen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland, Tendenz steigend. Die Technologie ist zuverlässig, nachhaltig und garantiert preiswerten Strom.

Hier sind alle Vorteile auf einen Blick:

1. Hohe Rentabilität:

Die Zeiten hoher Anschaffungskosten sind schon lange vorbei. Starke Solaranlagen mit 5 kWp Leistung gibt es häufig schon für unter 10.000 Euro. Eine vollständige Amortisierung benötigt heute in vielen Fällen weniger als 10 Jahre.

2. Lange Lebenszeit:

Aber die Lebenszeit einer Solaranlage beträgt weitaus mehr als nur 10 Jahre. Die nächsten 10, 20 oder sogar 30 Jahre erhalten Sie praktisch kostenlosen Solarstrom. Langfristig spart Ihnen das Tausende Euro.

3. Starke Nachhaltigkeit:

Im Zuge der Energiewende setzt der deutsche Staat auf strikte Vorgaben zur Energieeffizienz von Häusern. Mit einer effizienten Solaranlage leisten Sie bereits heute einen Beitrag zum Umweltschutz von morgen.

4. Optionale Stromspeicher:

Die Deckung des Eigenbedarfs ist die profitabelste Form, den eigenen Solarstrom zu nutzen. Ein leistungsstarker Stromspeicher kann Ihnen dabei helfen, Ihren Eigenverbrauchsanteil noch weiter zu steigern.

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In den meisten Fällen ist eine Baugenehmigung für die eigene Solaranlage nicht notwendig. Denn haushaltsübliche Anlagen auf dem Dach sind prinzipiell genehmigungsfrei, um einen schnellen Ausbau zu gewährleisten. Es kann aber Ausnahmen geben, wenn Denkmalschutz vorliegt oder die Installation das Dach eines Mehrfamilienhauses betrifft.

In solchen Fällen kann die richtige Beratung von entscheidender Bedeutung sein. CS-Energiesysteme ist ein erfahrener Partner an Ihrer Seite, der Sie beim Genehmigungsprozess Schritt für Schritt begleitet. Gern beraten wir Sie auch zu den attraktiven Möglichkeiten zur Förderung in Oldenburg oder Bremen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und klären Sie mit uns, ob Ihre Solaranlage eine Baugenehmigung erfordert oder nicht.

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